Ammonium: Ammonium  ist bei der Brunnenwasseranalyse ein sehr wichtiger Parameter, der auch wichtig zur Indikation von Verunreinigungen ist. Weil Ammonium sowohl aus menschlichen als auch aus tierischen Extrementen stammen kann, ist der Gehalt dessen aus hygienischer Perspektive relevant.

Der Grenzwert für Ammonium liegt laut Trinkwassergesetz bei 0,5mg/l.

Nitrit: Es kann eine biologische Belastung des Brunnenwassers vorliegen, wenn der Nitritgehalt zu hoch ist. Vor allem sollte die Anreichung von Wasser mit einem erhöhten Nitritgehalt an Säuglinge vermieden werden, da es die "Säuglingsblausucht" verursachen kann. So wird die Erstickungsgefahr bei Säuglingen erhöht, weil die Sauerstofftransportfähigkeit gemindert wird.

Der Grenzwert für Nitrit liegt bei 0,5mg/l.

Nitrat: Sind die Nitratwerte zu hoch, kann das darauf hinweisen, dass eine Verunreinigung durch organische Stoffe wie Fäkalien oder Gülle besteht.

Der Grenzwert für Nitrat liegt laut Trinkwasserverordnung bei 50mg/l.

Eisen: Auch wenn Eisen in geringen Mengen ein lebensnotwendiges Element darstellt, kann es für die Beeinträchtigung des Geschmacks, für Trübungen und Färbungen des Brunnenwassers verantwortlich sein. Ist das Wasser zum Beispiel bräunlich, kann durchaus der hohe Gehalt von Eisen Grund dafür sein.

Die Trinkwasserverordnung bestimmt einen Grenzwert, der bei 0,2mg/l liegt.

Mangan: Dieses Element zählt zu den wichtigsten Spurenelementen. Durch einen hohen Wert des Mangans kann der Geschmack beeinträchtigt werden und Färbungen sowie Trübungen des Wasser sind möglich.

Der Grenzwert für Mangan liegt laut der Trinkwasserverordnung bei 0,05mg/l.

Organisch gebundener Kohlenstoff (TOC): Organisch gebundener Kohlenstoff stellt einen Summenparameter dar, der die Konzentration an organischen Substanzen im Wasser bemisst. Wasser, welches gering belastet ist, hat einen TOC-Gehalt von 1-2 mg/l.

Der TOC-Wert liegt bei stark verschmutzten Gewässern über 10 mg/l.

Calcium: In allen natürlichen Gewässern kommt sieses Element vor. Neben Magnesium ist Calcium der entscheidende Faktor bei der Wasserhärte. Darüber hinaus stabilisiert er  den pH-Wert des Wassers.

Magnesium: Dieses Element ist gesundheitlich unbedenklich. U.a. wird durch Magnesium die Härte des Wassers bestimmt.

Kalium: Kalium regelt den osmotischen Druck und verhindert die Austrockung des Organismus. Desweiteren ist Kalium für die Übertragung von Nervensignalen und Muskelkontraktionen verantwortlich. Leidet der Mensch an Kaliummangel, so äußert sich dies unter anderem durch Muskelschwäche, Verstopfung oder aber auch durch chronische Müdigkeit.

Säurekapazität: Die Säurekapazität bestimmt, wieviel Säure (0,1mol/l Salzsäure) für eine fixe Wassermenge verbraucht wird bis man zu einem pH-Wert von 4,3 kommt.
Wasserstoffionenkonzentration: Die Maßeinheit von Wasserstoffkonzentration ist der pH-Wert.

Leitwert: Man kann durch die elektrische Leitfähigkeit Rückschlüsse auf die Anzahl an gelösten Ionen, wie beispielsweise Salze, die Korrosion verursachen können, ziehen.

Färbung: Wenn das Wasser eine rötliche oder bräunliche Verfärbung aufweist, kann man davon ausgehen, dass entweder die Eisen oder ManganWerte des Brunnenwassers erhöht sind. Jedoch sollte man nicht außer Betracht lassen, dass auch Bakterien und Algen eine Verfärbung des Wassers hervorrufen können. Brunnenwasser sollte stehts eine klare Beschaffenheit aufweisen. Der Grenzwert für die Färbung liegt laut der Trinkwasserverordnung bei 0,51/m (quantitativ, spektraler Absorptionskoeffizient).

Geruch: Brunnenwasser kann ganz unterschiedliche Gerüche aufweisen, ohne dass man auf Verunreinigungen schließen könnte. Brunnenwasser sollte geruchslos sein.
Geschmack: Brunnenwasser sollte nicht über einen anormalen Geschmack verfügen.

Trübung: Durch Verunreinigungen kann eine erhöhte Trübung hervorgerufen werden. Das wiederum kann ein Hinweis für Krankheitserreger sein. Laut der Trinkwasserverordnung ist der Grenzwert für Trübung 1NTU.

Härte: Härte wird aus der Summe von Mangan und Calcium errechnet.